Read Die Zeit der Flavier: Vespasian - Titus - Domitian (Geschichte Kompakt) by Stefan Pfeiffer Online

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Nach dem Selbstmord Neros und den Wirren des sogenannten Vierkaiserjahres gelangte mit Vespasian ein Herrscher auf den Kaiserthron, der es verstand, binnen kurzer Zeit die zerrtteten Finanzen des Rmischen Reiches zu konsolidieren und eine glanzvolle neue Dynastie zu errichten Bei seinem Tod im Jahr 79 hinterlie der neue Kaiser seinem Nachfolger Titus ein geordnetes Reich In dessen kurze Herrschaft fiel der Ausbruch des Vesuvs im August 79 und der Brand Roms im Jahr 80 Domitian, sein jngerer Bruder, ging als zweiter groer Christenverfolger in die Geschichtsschreibung ein Die flavische Brgerrechtspolitik trieb die Integration des Reiches weiter voran, und die Sicherung der Grenze an Rhein und Donau verweist auf die Problematik rmischer Expansionspolitik Prachtvolle Bauten wie der neue, prchtig ausgestattete Palast auf dem Palatin oder das amphitheatrum Flavium, besser bekannt unter dem Namen Kolosseum, unterstreichen den Ruhm des neu begrndeten Kaisershauses....

Title : Die Zeit der Flavier: Vespasian - Titus - Domitian (Geschichte Kompakt)
Author :
Rating :
ISBN : B01A16OLPC
ISBN13 : -
Format Type : Audio Book
Language : Deutsch
Publisher : wbg Academic Auflage 1 1 Februar 2012
Number of Pages : 376 Pages
File Size : 867 KB
Status : Available For Download
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Die Zeit der Flavier: Vespasian - Titus - Domitian (Geschichte Kompakt) Reviews

  • MAK
    2019-03-25 22:08

    Pfeiffers Text zur flavischen Zeit überzeugt durch eine sehr hohe Detailgenauigkeit - obwohl das Buch recht kurz geraten ist. Mitunter schweift er gerade im letzten Drittel des Buches etwas ab (Christentum usw.), was man als bereichernd werten kann oder eben nicht. Insgesamt ist es jedoch logisch gegliedert und überwiegend spannend zu lesen.Ich würde es jederzeit weiter empfehlen.

  • Tschonnes
    2019-04-23 22:25

    69 n. Chr.: Das römische Reich befindet sich im Zustand des Bürgerkriegs. Nach dem Selbstmord Neros und damit dem Ende des julisch-claudischen Kaiserhauses streben mehrere einflussreiche römische Persönlichkeiten nach dem Kaiserthron. Blutige Kämpfe und in kurzer Folge wechselnde Kaiser sind das Kennzeichen dieses als "Vier-Kaiser-Jahr" in die Geschichte eingegangenen Zeitraums, aus dem schließlich Vespasian aus der Familie der Flavier siegreich hervorgeht, seine Macht sichern und somit den Grundstein zur Errichtung der von 69-96 n.Chr. herrschenden flavischen Kaiserdynastie, bestehend aus ihm selbst sowie seinen beiden Söhnen Titus und Domitian legen.Dem Autor Stefan Pfeiffer gelingt es hervorragend, die flavische Herrschaft in einer übersichtlichen, leicht verständlichen Darstellung vor dem Leser zu entfalten und auf die Eckpfeiler und wichtigsten Komponenten flavischer Herrschaft sowie der zentralen Merkmale der römischen Kaiserzeit einzugehen. Mit der Zeit der Flavier liegt hier zudem ein Werk über eine Epoche vor, die durchaus als repräsentativ für die komplette römische Kaiserzeit bis 96 gesehen werden kann, da mit Vespasian und Titus als guten, Domitian als eher schlechtem und tyranischem Herrscher die beiden Extreme der in der Kaiserzeit vertretenen Herrschaftsstile zum Tragen kommen. Dabei geht Pfeiffer sehr differenziert mit der Bewertung der drei Kaiser um und relativiert die oftmals sehr negativ konotierte Darstellung Domitians in zeitgenössischer und aktueller Forschungsliteratur zumindest ein wenig, während er auch das stark positiv geprägte Bild des Vespasian etwa durch seinen Konflikt mit dem Stoiker Helvidius Priscus etwas ins Wanken gerät.Die einfache, gut leserliche und verständliche Darstellung Pfeiffers wird desweiteren untermauert mit zahlreichen Erklärungen von römischen Begriffen und Titeln sowie mit umfangreichen Zitaten aus den zeitgenössischen Geschichtswerken der römischen Geschichtsschreiber/Biographen Tacitus, Sueton, Cassius Dio und Flavius Josephus, die die Hauptquellen der flavischen Zeit bilden. Auch auf Unterschiede in der Darstellung dieser Autoren wird eingegangen und Kontroversen ausdiskutiert.Die Darstellung an sich bezieht sich hauptsächlich auf die Herrschaft der drei Kaiser Vespasian, Titus und Domitian, etwa auf deren Baupolitik, ihr Bild in der Öffentlichkeit, ihrem Umgang mit dem Senat und mit Kritik und Widerstand, ihrer Außenpolitik und (im Fall des Titus) dem Krisenmanagment im Zuge der beiden großen Katastrophen des Brandes von Rom sowie des Ausbruchs des Vesuvs, der in diese Zeit fällt. Besondere Aufmerksamkeit wird der Herrschaftslegitimation dieser neuen Dynastie aus eher bescheidenen Verhältnissen gewidmet. Und obwohl der Hauptschwerpunkt auf den kaiserlichen Tätigkeiten und der Herrschaftstätigkeit liegt, verwendet Pfeiffer auch einige umfangreiche Kapitel dazu auf die Verwaltung der römischen Provinzen einzugehen und sowohl exemplarisch römische Provinzialpolitik sowie ganz spezielle und wichtige provinziale Konflikte darzustellen (etwa den Jüdischen Krieg, der in der vollkommenen Zerstörung Jerusalems gipfelte). Ein anderer Schwerpunkt wird auf religiöse Entwicklungen gelegt, die sich neben der Ausübung des Kaiserkultes hauptsächlich auf das entstehende Christentum richtet, welches hier noch in den Kinderschuhen steckt und ganz entscheidende und prägende Entwicklungen durchmacht. Und auch die Vorgeschichte zur flavischen Herrschaft wird nicht außer Acht gelassen. So wird immer wieder auf die Herrschaft des Augustus, auf die sich Vespasian und Titus beriefen, sowie die des Nero, von der sie sich klar abgrenzten verwiesen, und es findet sich ein eigenständiges Kapitel über die Geschehnisse des Vier-Kaiser-Jahres und die drei kurzlebigen Kaiser Galba, Otho und Vitellius.Insgesamt also eine kurze aber umfangreiche Darstellung einer wichtigen Epoche römischer Geschichte, anhand derer man nicht nur einiges über das Selbstverständnis kaiserlicher Herrschaft erfährt und so einen umfassenden Eindruck der frühen römischen Kaiserzeit bekommt, sondern sich auch mit so interessanten Thematiken wie dem Judentum in Rom und dem aufsteigenden Christentum befasst. Pfeiffers Werk eignet sich somit sowohl für Geschichtsstudenten sowie Menschen, die sich einfach so für römische Geschichte interessieren und eine klare, einfache Darstellung suchen. Für vertiefende Beschäftigung mit einzelnen angerissenen Thematiken gibt Pfeiffer dann am Ende sogar noch umfassende Literaturempfehlungen.Meines Erachtens nach ein sehr zu empfehlendes Überblickswerk aus der Reihe "Geschichte Kompakt", deren andere Ausgaben zur römischen Geschichte ich ebenfalls nur empfehlen kann. 5 von 5 römische Triumphabzeichen.

  • Dr. Reinhart Clemens
    2019-04-02 18:12

    Auf 127 Textseiten wird die Epoche der zweiten Römischen Kaiser-Dynastie des ersten Jahrhunderts n.Chr.abgehandelt vom Bürgerkriegsjahr 68/69 bis zur Ermordung Domitians im Jahre 96. Der Text ist flüssig geschrieben, in einzelnen Abschnitten sogar unterhaltsam. Lobenswert ist auch der Versuch, der Schilderung der Ereignisse durch Quellenmaterial mehr Authentizität zu verleihen, was allerdings nicht an jeder Stelle überzeugt. Was den nicht von einer Prüfung bedrohten Leser stört: Der Stoff ist angeordnet wie in einem Schulbuch. Die Kapitel beginnen mit einer Zeittafel, um anschließend den "Stoff" nach dem immer gleichen Schema aufzubereiten: 1. Text, 2. Begriffserklärungen (z.B. Princeps, Patrizier, Prätorianer) und 3. Quellenzitate (z.B. Sueton, Plinius, Tacitus). Die Informationsdichte ist hoch, und es fließen wissenschaftliche Kontroversen ein, was zwei Seiten hat: Einerseits ist der Text sehr reich an Inhalten, andererseits ist er zu einer schwerblütigen Lektüre geraten, deren geballte Informationen im Gedächtnis wohl nur durch parallele Teilnahme an einer akademischen Flavier-Veranstaltung oder durch Lektüre anderer Autoren zum selben Thema verankert werden können.Zusätzlich zu den skizzierten Beschwernissen finden sich im Text unnötige Auslassungen und Zeichen mangelnder Sorgfalt. Dazu einige Beispiele:1. Nach der Niederlage gegen die flavischen Truppen vergisst der Autor, das weitere Schicksal des Kaisers Vitellius zu schildern. - Hier sei es nachgereicht: Vitellius wurde am 20. oder 21. Dezember 69 von den flavischen Truppen in der Pförtnerkammer des Kaiserpalastes aufgegriffen, auf der Gemonischen Treppe- wie Sejanus 31 n.Chr.! - öffentlich vorgeführt, zu Tode gefoltert, am Haken durch Rom geschleift und in den Tiber geworfen! - Hätte es sich nicht gelohnt, dies dramatische Ende zu erzählen?2. Auf 24 Seiten über Vespasian erfährt man nichts über sein Verhältnis zu Frauen, auch nichts über seine Ehefrau, außer dass ihr Name in einem Stammbaum erwähnt wird. - Zum Thema Vespasian und Frauen seien einige Informationen hier nachgereicht: Die Ehefrau Vespasians Flavia Domitilla war eine ehemalige Mätresse eines Ritters und zunächst nicht im Besitz des vollen Römischen Bürgerrechts, was Vespasian nicht hinderte, ihre gemeinsamen Söhne Titus und Domitian zu Nachfolgern zu ernennen. Nach dem frühen Tod der Domitilla lebte Vespasian im Konkubinat mit der Freigelassenen Antonia Caenis, die aber in der Öffentlichkeit als seine Gattin auftrat. - Hätten sich diese Details nicht zur Mitteilung geeignet?3. Man erfährt nichts über Vespasians Freunde, Interessen oder Lieblingsbeschäftigungen!4. Es wird nicht erklärt, wieso Vespasians Wirkmächtigkeit als Kaiser durch Vermittlung der griechisch-ägyptischen Mischgottheit Sarapis bestätigt werden konnte und nicht durch römische Götter, auch nicht, wieso Vespasian und Titus vor dem gemeinsamen Triumphzug die Nacht beim Isistempel zubrachten.5. Ebensowenig wird erklärt, wie es sein konnte, dass auf dem Domitian-Obelisken, der heute den mittleren Brunnen der Piazza Navona schmückt, die Krönung des Kaisers zum Pharao durch die ägyptischen Götter dargestellt wurde. Folgerung aus 4. und 5.: Es fehlt in dem Buch ein klärender Abschnitt über das Verhältnis der römischen Staatsreligion zu den anderen Kulten!6. Der ungeheuerliche Satz des frisch zum Kaiser gekürten Domitian, dass er persönlich die Herrschaft seinem Vater und seinem Bruder gegeben, und sie nun von ihnen zurückerhalten habe, bleibt vollkommen unkommentiert!7. In dem Absatz "Charakteristika des Vierkaiserjahres" kommen nur drei Kaiser vor!8. Spezielle Begriffe, wie z.B. Harachte, Centumviralgerichte, Prokurator, werden nicht erklärt.9. Kaiser Vitellius fehlt vollkommen im Stichwortverzeichnis!10. Der wiederholte Hinweis "siehe oben" ist ohne Seitenangabe wenig hilfreich, wenn der Hinweis sich auf eine Stelle von zwanzig oder mehr Seiten vorher bezieht.11. Im Text werden Autoren zitiert, die im Literaturverzeichnis fehlen (so Mellor 2003, Grenzheuser 1964).12. Auch sprachlich fragwürdige Ausdrucksweisen kommen vor: So heißt es, dass Titus und Domitian "sich mit Ignoranz begegneten" (statt: mit Indifferenz oder einander ignorierend), und es heißt, Helvidius habe "die Bluterbfolge angezweifelt" (statt: die Legitimität der Bluterbfolge).Summa summarum: Dies ist ein Lernbuch für Lehrer, Studenten und Schüler, insbesondere zur Prüfungsvorbereitung. Als solches liegt es im oberen Qualitätsbereich. Menschen, die sich aus Begeisterung mit Römischer Geschichte befassen, wird dies Buch wegen seines kompendienhaften Charakters wohl weniger ansprechen.Aus dem Flavier-Stoff hätte Ferdinand Gregorovius schon vor 150 Jahren ein spannendes geistiges Feuerwerk gemacht! Eine entgangene Chance! Schade.

  • Gerlinde Spahn
    2019-04-06 18:27

    Dieses Kapitel der römischen Geschichte ist weitestgehend unbekannt, daher war dieses buch sehr aufschlußreich. Vielleicht etwas trocken geschrieben . aber okay.