Read Der Wohlfahrtsstaat: Ende einer Illusion by Gerd Habermann Online

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Das Ende der Bequemlichkeit Der Wohlfahrtsstaat ist Freund und Feind zugleich Fr die einen ist er unverzichtbare Errungenschaft einer sozialen Gesellschaft Fr die anderen bedeutet er ein Korsett, das die individuelle Freiheit beschneidet Gerd Habermann zeigt in der wohl grndlichsten Auseinandersetzung mit den Ideen dieses gesellschaftlichen Gebildes, was sich wirklich hinter diesem Konstrukt verbirgt und warum die Bezeichnung Wohlfahrtsstaat ein Euphemismus ist Die Illusion, dass Teile der Bevlkerung beliebig lange auf Kosten aller anderen leben knnen, lsst sich nicht aufrechterhalten, denn der Wohlfahrtsstaat zerstrt die konomische, moralische und biologische Subs tanz, von der er lebt Habermann legt die Zwangsstrukturen off en, die mit dem Bedrfnis nach individueller Entscheidungsfreiheit der Brger kollidieren In einem groen historischen Bogen beschreibt Haberman die Blaupause des Wohlfahrtsstaates, den Polizeystaat des 18 Jahrhunderts, dessen zwischenzeitlichen Niedergang und neuerlichen Siegeszug im 20 Jahrhundert Auerdem wirft er einen Blick in die Zukunft des Wohlfahrtsstaates unter Bercksichtigung der vernderten gesellschaftlichen Rahmenbedingungen Habermanns Klassiker der Wohlfahrtsstaatskritik erscheint nun in dritter, berarbeiteter und aktualisierter Auflage....

Title : Der Wohlfahrtsstaat: Ende einer Illusion
Author :
Rating :
ISBN : B00CD452XG
ISBN13 : -
Format Type : Audio Book
Language : Deutsch
Publisher : FinanzBuch Verlag 8 Mai 2013
Number of Pages : 191 Pages
File Size : 963 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Der Wohlfahrtsstaat: Ende einer Illusion Reviews

  • Feelfree
    2019-05-23 05:27

    Zum Buch kann ich noch wenig sagen ausser das es für mich schwierig zu lesen ist. Aber ich gehe es an.

  • Leselampe
    2019-06-05 05:35

    Für Gegner des Wohlfahrtsstaates ist dieses Buch eine wahre Fundgrube, wenn auch die darin geschildeten Entwicklungen für sie nicht gerade erbaulich sind. Selbst ein konsequenter Liberaler, hält Habermann sich mit eigenen Urteilen zurück und lässt lieber seine Gesinnungsgenossen sprechen, von den Kritikern des "aufgeklärten Absolutismus" bis zu den "Neoliberalen" nach dem Zweiten Weltkrieg. Dabei kommt eine große Vielfalt anti-wohlfahrtsstaatlicher Argumente zusammen, die nur teilweise zeitgebunden sind und sich meist auf die heutigen Verhältnisse übertragen lassen.Schade finde ich nur, dass wegen Habermanns Konzentration auf den deutschen Fall die Entwicklung in anderen Ländern höchstens am Rande auftaucht. Die Wirkung des preußisch/deutschen "Beispiels" wird lediglich angdeutet, obwohl der Wohlfahrtsstaat ja keineswegs ein nationales Phänomen ist und mit dem Ausbau der EU zu einer Transferunion zunehmend internationale Dimensionen erreicht. Dennoch ein lesenswertes (und sehr gut lesbares!) Buch.

  • Dirim Gülgün
    2019-05-23 09:35

    Gerd Habermann ist einer der renomiertesten Wissenschafter und Schreiber in dieser Sparte.Das Ende der Illusion der ständigen Alimentierung von allem und jedem sollte zur Pflichtlektüre in jeder höher bildenden Schulegemacht werden.

  • Ulf-peter Stueve
    2019-06-14 04:18

    Das Buch schildert die Situation des Sozialstaates im Spiegel der Politik seit dem 18ten Jahrhundert bis zur Gegenwart. Die Zukunft wird dabei kritisch unter die Lupe genommen. Es ist ein politisches Buch.

  • Marcus Banker
    2019-06-01 07:32

    Durch die Brille des klassischen Liberalismus blickt in "Der Wohlfahrtsstaat" ein Autor auf die Entwicklung des Wohlfahrtsstaates von seinen Anfängen bis heute. Dabei nimmt Gerd Habermann auch die von Adam Smith, Friedrich August von Hayek und James M. Buchanan geprägten und inhaltlich weiterentwickelten, traditionsreichen Begriffe "Taxis" und "Kosmos" zur Hilfe. An ihnen veranschaulicht Habermann, wohin sich unser Wohlfahrtsstaat (und die Ökonomie) bis heute entwickelt hat. Er zeigt damit auch, welche Faktoren den liberalen Geist formen. Im steten Blick zurück veranschaulicht und bewertet er den aktuellen Ist-Zustand des Wohlfahrtstaats und kommt dabei zu manch überraschendem Ergebnis. Mit großem Selbstbewusstsein offeriert Habermann dabei die Vorzüge freiheitlicher Ideale und wirbt für Ihre Umsetzung.Für mich klingt der Ton der Argumente in jeder Hinsicht selbstsicher. Fundiert durch einen reichen Wissensschatz über den Kern des liberalen Geistes schreitet Habermann durch die Geschichte und verbindet sie mit Geschichten. Man muss kein bekennender "Liberaler" sein, um manch interessanten Gedanken zu finden. Seine Ideale einer offenen Gesellschaft untermauert Habermann mit Gedanken von Humboldt genauso wie von Goethe, Schiller, Herder oder Kant. Für mich beeindruckend ist die Fähigkeit, an Gedanken dieser Geistesgrößen anzukoppeln, ohne dabei altväterlich oder rückwärtsgewandt zu wirken. Ganz im Gegenteil! Statt die Vorzüge des Liberalismus im unreflektierten Rückbezug auf "bessere Tage" zu sehen, befragt er die Vergangenheit auf ihre Relevanz für die Gegenwart. Und dabei fließt im besten Sinne viel Herzblut. Hier schreibt, so merkt man schnell, ein 'Überzeugungstäter', der tief an das glaubt, was er auf hohem Niveau und sehr reflektiert weitergibt.Urliberalen Begriffen wie beispielsweise "Deregulierung" und "Ökonomie der Selbsthilfe" werden vom Autor bewusst Begriffe wie "Sozialintervention" und "Staatsregulierung" entgegengesetzt. Gerade durch diese – nicht selten provokant formulierte – Gegenüberstellung gewinnen sie an inhaltlicher Schärfe und argumentativer Prägnanz.Der besondere Reiz dieses Buchs liegt darin, Politikgeschichte als Mentalitätsgeschichte zu verstehen. Dem Autor gelingt es sehr einleuchtend, liberale Ideale und ihre Bedeutung für die makroökonomische Entwicklung sowie den sozialen Zusammenhalt in der Gesellschaft darzustellen. Die intensive theoretische Verankerung von Positionen und ihre Rückbindung an Grundlagentexte geben der präzisen Argumentation Gewicht.Insofern es sich auf einem sehr hohen Reflexionsniveau bewegt und einen Rundblick auf die Geschichte und die Gedanken des Liberalismus wirft, darf man diese Arbeit wohl auch als Manifest lesen. Wohl kaum anderswo wird deutlicher, wie sehr eine funktionierende Gesamtordnung auch auf freiheitliche Ordnungsmuster angewiesen ist. Wer will daran zweifeln, dass es auch in diesem Fall schädliche wäre, "freiheitliches" Denken als abseitig und verzichtbar zu sehen?!? In der Mitte, so denke ich, liegt wie immer die Wahrheit. Dass in dieser Wahrheit auch die liberale Position ein Gewicht haben sollte, dürfte keiner bezweifeln – auch die nicht, die an der FDP verzweifeln …Mein Bewertungsergebnis: Hier liegt eine kritische Geschichte des Wohlfahrtsstaats unter der Perspektive des klassischen Liberalismus vor. – Gleichzeitig erklärt ein in jeglicher Hinsicht sachkundiger Autor am Beispiel des Wohlfahrtsstaats, auf welcher Basis liberales Gedankengut fußt und warum es wichtig ist, es zu bewahren und weiterzuentwickeln. Damit blickt er nicht nur auf die Mechanismen der Wohlfahrtspolitik in Deutschland. Er schaut auch direkt ins Herz der Liberalen. Dies ist ein überaus lesenswerter Beitrag zum Verständnis der Mentalität "liberal" denkender Menschen.Ich wollte die (wirtschafts)politischen Haltungen hinter der Politik der FDP genauso verstehen wie die Vor- und Nachteile unseres Wohlfahrtsstaats. Für mich hat dieses überdurchschnittlich gut geschriebene Buch viele Fragen beantwortet und war eine unglaubliche Bereicherung.

  • Calavera
    2019-05-31 09:17

    Seit einiger Zeit beschäftige ich mich mit liberalen Positionen. Dabei frage ich mich zunehmend: Wie radikal denke ich? Wo sind meine Grenzen?Der Wohlfahrtstaat war dabei für mich so etwas wie der ultimative Test. Sollte es ein Anarcho-Kapitalist schaffen, mich vom Unsinn eines Wohlfahrtsstaates zu überzeugen, dann würde ich mich doch glatt am radikal-liberalen Rand wiederfinden. Etwas, das ich weder für schlimm, noch erstrebenswert halte. Ich wollte es einfach wissen. Den Wohlfahrtstaat empfand ich intuitiv - aufgrund meiner Sozialisation und den üblichen Alltagsargumenten für staatliche Unterstützung ("Die kommen ja sonst alle nicht klar") - zumindest grundsätzlich in unserer heutigen Form bisher als notwendig. Doch eben diese unsere heutige Form des Wohlfahrtstaates hatte mich über die Jahre zunehmend kritisch werden lassen. Finde ich ihn auch "richtig", vor dem Hintergrund der individuellen Freiheit?Um es nicht zu lange hinzuziehen: Ich war eher enttäuscht von dem Buch. Selbst als historischer Abriss (was es de facto nämlich ist) geht das Werk kaum durch, denn dazu ist es viel zu einseitig. Argumente gegen den Wohlfahrtsstaat werden chronologisch eingestreut, aber auf keines wird näher (oder besser: zufriedenstellend) eingegangen. Wenn es interessante Punkte gab, dann wurden diese nicht vertieft. Als historischer Abriss liberaler Streitthemen und Positionen ist das Buch jedoch nützlich.Die historische Betrachtung liberaler Positionen zum Wohlfahrtsstaat ist also an sich schön zu lesen, die Einseitigkeit ist aber einfach ärgerlich. Das Buch genügt mMn nicht der intellektuellen Redlichkeit. Zum Beispiel wird die Soziale Frage des 19. Jahrhunderts als "Mythos" betitelt - und dann aus Sicht der Liberalen ein paar Argumente eingefügt. Das ist super, aber bei so einer steilen These muss dann auch wirklich mehr kommen. Und erst der letzte Teil beschäftigt sich überhaupt mit dem modernen Wohlfahrtsstaat - und der Teil ist verhältnismäßig kurz.So konnte das Buch mich auch nicht davon überzeugen, dass wir das Ende des Wohlfahrtsstaats so schnell wie möglich einleiten sollten. Mich hat auch gestört, dass in "dieser Ecke" dann doch einige weltfremde Spinner sitzen. Der Autor nennt später zum Beispiel Thilo Sarrazin als wichtigen gegenwärtigen Vertreter liberaler Positionen. Spätestens da habe ich aufgegeben, aber da war das Buch ohnehin schon zuende. Zuvor im historischen Teil Mill, Smith, Hayek und co. aufzuführen und dann später Hans-Hermann Hoppe und Sarrazin genauso locker flockig aus dem Ärmel zu schütteln ist - sry - einfach total daneben. Die genannten Leute sollen die Erben echter Liberaler sein? Dann wars das mit dem (konsequenten) Liberalismus. Ernsthaft: Diese Leute sind Totengräber.Wer eine historisch einseitige anarcho-kapitalistische (einst schlicht: liberale) Sicht auf den Wohlfahrtsstaates will, der kann sich dieses Buch zulegen. Man gewinnt durchaus einen Einblick in diese (Gedanken)Welt. Viele zu Wort kommenden Menschen haben mir wirklich aus der Seele gesprochen (Stichwort: Historischer Teil). Mich hat das Buch weiter darin bestärkt, dass die Art und Weise, wie wir den Staat derzeit ausgestalten, nicht richtig ist. Der paternalistische Wohlfahrtstaat entmündigt eher, als das er den Weg zu mehr Freiheit ebnet. Aber Argumente für diese These habe ich in einigen anderen Büchern gefunden - dieses hier war ein kleiner Mosaikstein, der nicht zwingend nötig war.Wer eine ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Wohlfahrtsstaat sucht und in einer ähnlichen Situation ist, wie ich oben beschrieben: dem rate ich also eher ab.Wer einfach Input will und einen kleinen Überblick und Einstieg, der kann aber definitiv zugreifen.