Read Die Verkehrung: Das Projekt des Patriarchats und das Gender-Dilemma by Claudia von Werlhof Online

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Die Gesellschaft, in der wir heute leben, ist als modernes Patriarchat organisiert Eine weitgehende Verkehrung aller Verh ltnisse bestimmt das Leben in Natur und Gesellschaft Nicht das irdisch Lebendige, das Geborene und seine Entfaltung und Erhaltung stehen im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit, sondern dessen Zerst rung, Transformation und Verkehrung in ein k nstlich Gemachtes, ein Ersatz Leben Wissenschaft und Politik ignorieren bzw tabuisieren Debatten ber M tter, den Leib, Frauen und Natur Aus der Kritik daran entwickelt Claudia von Werlhof die vorliegende Kritische Patriarchatstheorie....

Title : Die Verkehrung: Das Projekt des Patriarchats und das Gender-Dilemma
Author :
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ISBN : 3853713327
ISBN13 : 978-3853713327
Format Type : PDF
Language : Deutsch
Publisher : Promedia Auflage 1 1 Oktober 2011
Number of Pages : 240 Seiten
File Size : 784 KB
Status : Available For Download
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Die Verkehrung: Das Projekt des Patriarchats und das Gender-Dilemma Reviews

  • Emma Linde
    2019-04-02 18:17

    Die Autorin ist Frauenforscherin und Prof. Dr. in Soziologie und Politikwissenschaft.Aus der Lektüre des Buches habe ich gelernt, dass sich Frauen in einem ca. 5000 – 7000 Jahre andauernden Patriarchat befinden, mit der Konsequenz ein Mensch 2. Klasse zu sein.Das auf Gewalt basierende 'patriarchalisch-alchemistische Projekt der Schöpfung aus Zerstörung' (v. Werlhof) ist inzwischen zu einer 'Maschinenlogik' mutiert, die den gesamten Planeten bedroht, weil sie alle Bereiche des Lebens und Daseins beeinträchtigt anstatt sie zu fördern.Die naheliegende Schlussfolgerung aus der Lektüre des Buches ist für mich: Frauen können in diesem Desaster nur als Hexe überleben. Gleichzeitig ist das Verfluchen der ProtagonistInnen dieses Desasters für Hexen eine Möglichkeit, dem Planeten und der Natur zu helfen.Fazit: Frauen, tut euch zusammen, werdet Hexe in eigener Sache – dabei übt ihr auch gleich die Kommunikation mit eurer eigenen Natur - und verflucht eure PeinigerInnen wo immer ihr sie trefft. Auf diese Weise wendet ihr die Verkehrung um, weil Hexenflüche Bestrafungen sind und keine schwarze Magie, wie sie von den Alchemisten der Verkehrung (z.B. dem militärisch-industriellen Komplex) praktiziert wird - sagt morganetarot.blogspot.com.Wer mehr wissen will, der muss das Buch schon selbst lesen.

  • Gisela Weber
    2019-04-15 18:36

    Durch dieses Buch ist mir klar geworden, dass unser Leben in allen gesellschaftlichen und gestalterischen Bereichen von patriarchalen Dogmen und Normen bestimmt wird. Claudia von Werlhof entwickelt eine radikal-grundsätzliche Kritik an den bestehenden Verhältnissen des Menschen und dem patriarchal-bestimmten Verhalten des Menschen gegenüber dem Leben, den naturgegebenen Existenzgrundlagen und der Erde.Im Geschlechterverhältnis gilt das männliche Sein als gesamtgesellschaftliche Norm und wird dem weiblichen Sein übergestülpt und hindert das weibliche Sein an seiner selbstbestimmten Entwicklung. Aus der geschlechterspezifischen Körperlichkeit ergibt/ergäbe sich auch, jeweils, ein unterschiedliches Bewusstsein in der Herangehensweise und im Verständnis der Welt.Doch, mit der Tabuisierung des weiblichen Bewusstseins findet nur eine Verwerfung des weiblichen Seins und des Seins an sich statt. So, tendiert ein Großteil der feministischen Bewegung zum patriarchalen Paradigma und verankert in der Aktivität und in der Individuation den emanzipatorischen Faktor. Die naturgegebene Gebärfähigkeit wird als sekundäres, minderwertiges, archaisches Überbleibsel und als Hindernis beim Gleichberechtigungsprozess und bei der Emanzipation gesehen. In Wahrheit soll mittels Emanzipation die weibliche Seinsberechtigung und die natürliche Ursprünglichkeit, samt ihrer naturgegebenen Genealogie, überwunden werden. Die Gleichberechtigung wird zur Gleichmacherei und verhindert eine natürliche Entwicklung der Geschechter-Identität, die von der angeborenen körperlichen Unterschiedlichkeit ausgeht. Das Dilemma entsteht nicht durch die Unterschiedlichkeit der Naturgegebenheiten, sondern dadurch, dass sie als Widerspruch definiert wird und nicht als Ergänzung.Nicht die geborenen Naturgegebenheiten gelten als primär, sondern deren Reflexionen und die von Menschen gemachten Definitionen über die Natur werden zu Vorbedingungen der Wahrnehmung von Natur und zur Voraussetzung der Natur selbst pervertiert.Bei diesem Umwandlungsprozess der Natur in ein, von Menschen, Gemachtes spielt die patriarchal-wissenschaftliche Herangehensweise an die Erklärung und das Verstehen der Welt eine Hauptrolle, da diese Wissenschaft, als "Heiligste aller Kühe", den Status der Definitionshoheit beansprucht. Leider werden für die Umsetzung und Umwandlung der Naturgegebenheiten die Naturressourcen unwiederbringlich verbraucht und zerstört und unsere Existenzgrundlagen werden in Gefahr gebracht.Im patriarchalen Weltbild emanzipiert sich das naturverbrauchende Macher-Prinzip gegenüber dem lebenserhaltenden Gebär-Prinzip, obwohl es das Macher- und Gestaltungs-Prinzip ohne die vorherigen, geborenen und gewachsenen Naturgegebenheiten nicht gäbe.Es ist höchste Zeit, diese Pervertierung zu überwinden, wenn wir unsere Lebensgrundlagen erhalten wollen. Die Alternative dazu ist ein Leben im Einklang mit dem irdisch-natürlichen Kreislauf-Prinzip und die Auflösung des patriarchal-dualistischen Dilemmas.