Read Nur die Liebe fehlt - Von Depression nach der Geburt und Müttern, die ihr Glück erst finden mussten by Petra Wiegers Online

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Ein Baby zu bekommen, ist das gr te Gl ck So die Erwartung Doch zehn bis zwanzig Prozent aller M tter geraten nach der Geburt in eine schwere Krise, die sogenannte postpartale Depression Liebevolle Gef hle f r ihr Kind bleiben aus, Traurigkeit, ngste, Aggressionen und Schuldgef hle bestimmen den Tag Hinzu kommt oft das Unverst ndnis von Familie und Freunden In diesem Buch erz hlt die Journalistin Petra Wiegers die bewegenden Geschichten von vier Frauen, die nach einem zum Teil sehr schweren Leidensweg durch die Depression wieder Lebensmut und Liebe f r ihr Kind gefunden haben Die Psychiaterin Susanne Simen ordnet die Geschichten in einen therapeutischen Kontext ein Ein Buch, das aufkl rt, ber hrt und Mut macht....

Title : Nur die Liebe fehlt - Von Depression nach der Geburt und Müttern, die ihr Glück erst finden mussten
Author :
Rating :
ISBN : 3843606986
ISBN13 : 978-3843606981
Format Type : EPub
Language : Deutsch
Publisher : Patmos Verlag Auflage 1 19 September 2016
Number of Pages : 180 Seiten
File Size : 691 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Nur die Liebe fehlt - Von Depression nach der Geburt und Müttern, die ihr Glück erst finden mussten Reviews

  • Julia
    2019-07-11 14:40

    Das Buch ist sehr gut geschrieben, ich konnte es (fast) nicht aus der Hand legen, bis ich es ausgelesen hatte. Ich kann es nur empfehlen.

  • Amazon Kunde
    2019-07-08 19:47

    ....ich habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen und kann mich den positiven Meinungen nur anschließen!!! Bewegende Geschichten die mich als "Nichtbetroffene" vieles besser verstehen lässt! Wirklich sehr zu empfehlen!

  • Versico
    2019-07-10 18:41

    Endlich ein Buch, das sich dem Tabuthema der postpartalen Depression ohne Scheu nähert und einen nah an die Gefühlswelt der Betroffenen heranführt. Es werden fiktive Geschichten von Frauen mit postpartaler Depression erzählt, die offenbar nach intensiver Recherche bei Betroffenen entstanden sind.Die Autorin hat mit ihren Schilderungen voll ins Schwarze getroffen.Es gibt Ratgeber und Sachbücher zum Thema, aber Erzählungen, die die Qualen der Frauen und im Übrigen auch der Männer, so genau und einfühlsam beschreiben, habe ich noch nicht gelesen. So erschütternd die Geschichten sind, so sehr kann man doch auch Hoffnung schöpfen, weil es mit professioneller Hilfe auch wieder besser werden wird.Ich kann das Buch nur jedem empfehlen, der sich für das Thema postpartale Depression interessiert, der die Krankheit selbst hatte oder verstehen will, was bei einem Betroffenen, den man vielleicht kennt, passiert ist. Man kriecht quasi in die Haut von Mavie, Sarah, Charlotte und Isabel und versteht so viel mehr über die Krankheit. Gerade auch als Mann und Angehöriger.Und man merkt, man ist nicht allein, mit dieser in der Öffentlichkeit so tot geschwiegenen Krankheit.Sehr hilfreich ist auch die medizinische Einordnung der einzelnen Geschichten durch eine Ärztin. Toll!!!

  • Schreibtrieb
    2019-07-20 19:50

    Die Autorin erklärt gleich zu Beginn, dass es ihre Beispiele so gar nicht gab, sondern sie die Geschichten mehrerer Frauen zusammengetragen, zusammengelegt und angepasst hat. Das ist wichtig, um zu verstehen, dass keine realen Frauen hinter den Namen im Buch stehen, sondern stattdessen ganze Gruppen von Menschen. Die Depression einer frisch gebackenen Mutter ist kein Einzelfall, sondern lediglich ein Tabuthema.Wiegers vier Fälle unterscheiden sich dann auch elementar. Da ist die Mutter, die bereits zwei Kinder hat und nun beim dritten depressiv wird. Sie verliert die Kontrolle. Erst über ihr geregeltes Leben und den Alltag, dann über sich selbst. Ganz anders und doch ähnlich ist es im zweiten Fall, bei dem eine junge, erfolgreiche Frau nach der Geburt des Wunschkindes keine Bindung aufbauen kann. Sie fühlt sich in der Mutterrolle total fehl am Platz und traut sich nicht, sich jemandem anzuvertrauen. Die Erfahrung der Mutterschaft ist für sie etwas völlig Neues und sie kann sich in dieser Rolle schlicht nicht zurecht finden. Die dritte Frau, die die Autorin vorstellt, fällt auch anders etwas aus dem Rahmen. Der Mann ist wesentlich älter, schnell wird klar, dass die Beziehung keinesfalls einen festen Stand hat. Für die junge Frau ist es die Aufgabe der Freiheit, die Verantwortung für ein anderes Wesen, das sie belastet. Sie glaubt, das nicht leisten zu können und versucht, dem endgültig zu entgehen. Die letzte Frau, die Wiegers vorstellt, erzählt eine ganz andere Geschichte. Nach einer künstlichen Befruchtung wird sie zum zweiten Mal schwanger – ein Wunschkind also. Als sie aber erfährt, dass sie diesmal gleich zwei Kinder bekommt, wächst ihr alles über den Kopf. Zwillinge will sie nicht. Die Lage eskaliert aber erst Monate nach der Geburt. Die Frau bekommt Panikattacken, zweifelt daran, drei Kinder großziehen zu können. Aber sie ist auch Ärztin, kennt die Symptome, sucht sich Hilfe.Hilfe erfahren alle vier Frauen auf unterschiedliche Weise. Mutter-Kind-Einrichtungen etwa ermöglichen es der Frau, die beim dritten Kind depressiv wird, zu lernen, mit dem Kind umzugehen und mit ihm zusammen zu sein. Auch die vierte Frau wählt diese Variante. Ohne Kind geht die junge Mutter, die im dritten Beispiel gezeigt wird, mehrmals in die Klinik. Ihre große Rettung ist schließlich eine Haushaltshilfe. Sehr gut fand ich hier die Szene, in der es zur „Versöhnung“ zwischen Mutter und Kind kommt, weil ein Raum geschaffen wird, in dem die Mutter ohne Angst zu haben, ihrem Kind nicht gerecht zu werden, mit ihm zusammen sein kann.Besonders gut gemacht ist auch, die Auswirkungen auf die restlichen Familienmitglieder zu zeigen. Natürlich geht eine Depression der Mutter einher mit einer Belastung des Vaters, der anderen Kinder, etc. Auch die Stigmatisierung, die nicht nur die Frau, sondern auch ihre Familie erfährt, ist hier sehr gut gezeigt. Die Entfremdung, die die Frau spürt ist dabei nur insofern etwas Besonders, als wir sie gesellschaftlich nicht anerkennen. Väter erleben diese halbseitige Beziehung zu den eigenen Kindern leider immer noch oft. Der Ansatz wird im Buch aber nicht angesprochen. Aber manche Väter, Verwandte oder Mitmenschen machen den Frauen auch Vorwürfe – es wäre immerhin ihre Aufgabe, eine gute Mutter zu sein.Ich persönlich fand das Buch sehr lesenswert. Einmal aus der persönlichen Perspektive, denn auch nach drei Kindern kenne ich eine solche Depression nicht, weiß aber, dass es sie gibt und finde es interessant, wie ich mich doch in Ansätzen finden kann. In der Müdigkeit, wenn die Kinder die Nächste durch schreien oder im geradezu mechanischen an- und ausziehen des Kleinen an manchen Tagen. Faszinierend finde ich das Buch aus der Perspektive der Wissenschaftlerin, die sich mit der Mutterfigur in der Gegenwartsliteratur beschäftigt. Denn auch da kommt natürlich die Vorstellung der „idealen“ Mutter zum Tragen. Empfehlen kann ich das Buch eigentlich durchweg, um die Augen zu öffnen, dass eine „Mutter“ zu sein eben gar nicht so selbstverständlich ist. Dadurch, dass das Buch eher Geschichten erzählt, als psychologische Ausführungen zu liefern, ist es durchweg verständlich. Besonders betroffenen Frauen und ihrem Umfeld möchte ich das Buch ans Herz legen, aber vielleicht würde es vielen Frauen bereits vor der Geburt helfen, einen Blick hinein zu werfen und zu wissen, dass es eben nicht immer alles perfekt ist, sobald man das Kind im Arm hält.

  • tipundtop
    2019-06-27 19:40

    Petra Wiegers hat sich intensiv mit dem Thema der postpartalen Depression auseinandergesetzt und in diesem Buch vier Fallbeispiel-Geschichten erzählt, die auf tatsächlichen Begegnungen mit betroffenen Frauen beruhen und aufzeigen, dass es jede Frau treffen kann, quer durch die gesellschaftlichen Schichten. Die vier Frauen berichten von ihren inneren Konflikten, ihrer Überforderung, ihrer Traurigkeit, ihren Schulgefühlen, ihren Ängsten , Aggressionen, wie sich die Situation in ihrer Familie verändert hat und welchen Weg mit Hilfsangeboten sie gegangen sind. Jede dieser Geschichten kommentiert die Psychaterin Susanne Simen aus psychotherapeutischer Sicht, stellt am Ende des Buches Behandlungsmöglichkeiten, Rahmenbedingungen, Hilfs- und Unterstützerangebote vor. Auf der letzten Seitebefinden sich Angaben mit Notfall-Hotlines, links und Informationen.Petra Wiegers ist es gelungen, in diesem Buch anschaulich und sehr gut nachvollziehbar über das Tabuthema der postpartalen Depression informieren und klarzustellen, dass es jede Frau treffen kann und der Partner und die Familie oft mitleidet und ebenfalls erkrankt. Interessant fand ich die Ausführungen über eine erhöhte Anfälligkeit, wenn schon die Mutter / die Eltern an Depressionen litten. Dieses Buch zeigt, wie wichtig es ist, mit dem Mythos der perfekten Mutter aufzuräumen, die selbstverständlich auch ihr eigenes Wohlergehen beachten muß.Gut gefallen hat mir auch, wie offen berichtet wurde und wie ermutigend aufgezeigt wird, dass es einen Weg aus dieser Krankheit gibt, welche Lösungswege und Hilfsangebote es gibt.Auch für Nichtbetroffene finde ich das Buch, das sich bei einer Stärke von 175 Seiten flüssig und zügig lesen läßt, sehr interessant; es hilft zu verstehen und holt dieses wichtige Thema aus einer Tabuzone.