Read Madame de Maintenon by Veronica Buckley Online

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Eine Aschenputtelgeschichte in einer der aufregendsten Epochen Frankreichs Mitrei end und am sant, mit Anekdoten, Zitaten und kuriosen Funden, erz hlt Veronica Buckley das Leben der Fran oise d Aubign alias Madame de Maintenon 1635 1719 im schillernden Frankreich Ludwigs XIV Geboren wurde Fran oise als Tochter eines verurteilten M rders und Staatsverr ters in einem trostlosen Provinzgef ngnis Nach entbehrungsreicher Jugend heiratete sie mit f nfzehn den gel hmten Skandalautor Paul Scarron, dem sie durch ihre brillant formulierten Briefe aufgefallen war Ein f r beide vorteilhafter Pakt er hatte eine Pflegerin, Fran oise Zugang zur besseren Pariser Gesellschaft Nach Scarrons Tod Pflegemutter der Kinder Ludwigs XIV mit seiner Favoritin An a s de Montespan, wurde Fran oise zun chst Vertraute des K nigs, seine M tresse und nach dem Tod von Maria Theresia seine Ehefrau linker Hand Sch n, am sant, klug, aber weder eitel noch scheinheilig, weder kokett noch frivol, nutzte sie das Verh ltnis auch zu politischer Einflu nahme die ungekr nte K nigin Frankreichs....

Title : Madame de Maintenon
Author :
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ISBN : 3458175393
ISBN13 : 978-3458175391
Format Type : Audio Book
Language : Deutsch
Publisher : Insel Verlag Auflage 1 16 April 2012
Number of Pages : 363 Pages
File Size : 677 KB
Status : Available For Download
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Madame de Maintenon Reviews

  • Holger Lahner
    2019-03-29 15:14

    Ich habe dieses Buch schon 3 Mal gelesen. Und man entdeckt immer wieder etwas Neues.Und ich liebe STARKE FRAUEN.

  • Ursula Ehrhart
    2019-04-24 15:13

    Dieses Buch ist eine ganz hervorragende und ausführliche Beschreibung der Zeit von Ludwig XIV. und seiner Zeit in Frankreich. Sehr unterhaltsam und doch sachlich.

  • I.C.
    2019-04-23 16:20

    Im Kreis der vielen Frauen, die im Leben Ludwigs XIV. von Frankreich eine wichtige Rolle spielten, nimmt Françoise d'Aubigné (1635-1719), seit 1675 Marquise von Maintenon, eine Sonderstellung ein. Geht man von der ersten persönlichen Begegnung um Februar 1671 aus, so war diese Beziehung die längste, die der Sonnenkönig mit einer Frau unterhielt - sie währte fast 45 Jahre, bis zu Ludwigs Tod im September 1715. Keine andere Frau gehörte so lange zum engen persönlichen Kreis des Herrschers, sieht man von seinen (unehelichen) Töchtern und seiner Schwägerin Liselotte von der Pfalz ab. Madame de Maintenon hebt sich noch durch einen anderen Grund von den übrigen Mätressen und Gefährtinnen des Königs ab: Im Oktober 1683, nur wenige Monate nach dem Tod der Königin Maria Theresia, nahm Ludwig XIV. die langjährige Erzieherin seiner unehelichen Kinder zur morganatischen Ehefrau.Schon die Zeitgenossen fragten sich verwundert, wie Madame de Maintenon dieser spektakuläre Aufstieg zur Gemahlin des Königs gelingen konnte. Die Marquise hatte zu ihren Lebzeiten viele Feinde und Neider, die mit ihren negativen, mitunter geradezu gehässigen Äußerungen das Bild Madame de Maintenons bei der Nachwelt lange prägten. Besonders in den Memoiren des Herzogs von Saint-Simon und in den Briefen Liselottes von der Pfalz tritt die Marquise als reaktionäre Frömmlerin, politische Strippenzieherin und bösartige Intrigantin in Erscheinung. Vielen Historikern galt es als ausgemacht, daß Madame de Maintenon die Politik des Sonnenkönigs beeinflußt habe - und zwar nicht im guten Sinne. Genau diese Punkte sind es, die Veronica Buckley in ihrem Buch näher beleuchtet: Welche Rolle spielte Madame de Maintenon im Leben des Königs? Hatte sie tatsächlich einen feststellbaren Einfluß auf die Politik Ludwigs XIV.? Welche Motive und Triebkräfte bestimmten eigentlich ihr Leben? Wie war es um ihr Verhältnis zur Religion bestellt?Das Leben der Françoise d'Aubigné ähnelt streckenweise einem burlesken Roman des 17. Jahrhunderts: Sproß einer prominenten hugenottischen Adelsfamilie, Tochter eines Mannes, der als notorischer Taugenichts, Abenteurer, Opportunist und Querulant von sich reden machte, wuchs sie in prekären Verhältnissen auf. Sie kam 1635 im Gefängnis von Niort zur Welt. Ihrem Vater, der im Laufe seines Lebens mehrfach in Haft saß, war es gestattet worden, im Gefängnis mit seiner Familie zusammenzuleben. Nach seiner Freilassung 1644 ging Constant d'Aubigné mit seiner Familie in die Karibik, wo er sich als Plantagenbesitzer etablieren wollte. Auch dieses Unterfangen scheiterte. Der Vater starb 1648 und ließ seine Familie mittellos zurück.Das Leben der jungen Françoise war nicht nur von materieller Dürftigkeit geprägt, sondern auch von unklarer Konfessionszugehörigkeit. Das Mädchen war zwar katholisch getauft worden, lebte aber mehrfach für längere Zeit bei hugenottischen Verwandten. Erst um 1650 wandte sich Françoise endgültig zum Katholizismus zu. Als junge Frau geriet sie in Paris in den Umkreis des bekannten Dichters Paul Scarron, den sie Anfang 1651 heiratete, obgleich er viel älter als sie, verkrüppelt und ohne Vermögen war. Die Ehe mit Scarron verschaffte der jungen Frau Zutritt zur künstlerisch-literarischen Welt der Hauptstadt. Als Gastgeberin eines Salons wurde sie schnell zu einer wichtigen Figur des gesellschaftlichen Lebens. Nach Scarrons Tod im Jahre 1660 wurde Françoise nur durch Gewährung einer königlichen Pension vor dem Absturz in die Armut bewahrt. Ihren zahlreichen Kontakten war es zu verdanken, daß sie 1669/70 von der Mätresse des Königs, Madame de Montespan, in Dienst genommen wurde. Die Witwe Scarron wurde zur Erzieherin der Kinder bestellt, die aus der langjährigen Liaison der Montespan mit dem König hervorgingen. Der Rest der Geschichte ist bekannt: Ludwig fand Gefallen an der Erzieherin seiner Bastarde, suchte immer öfter ihre Nähe, lernte sie als intelligente Gesprächspartnerin schätzen, machte sie zu seiner Geliebten - und schließlich zu seiner Ehefrau.Buckleys Buch ist hervorragend geschrieben. Die Lektüre ist durchweg ein Genuß. Die Autorin reiht nicht einfach nur Fakten aneinander, sondern hält immer wieder inne, um sich mit dem Wesen, dem Verhalten und den Überlebensstrategien ihrer Protagonistin auseinander zu setzen. Mehrere Punkte verdienen es, hervorgehoben zu werden. Buckley arbeitet sehr anschaulich heraus, daß Françoise d'Aubigné die bis 1670 mehrfach drohende Armut dank nützlicher Kontakte abwenden konnte. Immer wieder fanden sich Freunde, Verwandte und Gönner, die ihr halfen und wichtige Türen öffneten. Der soziale Abstieg blieb daher aus. Die Einbettung in ein weitläufiges Netzwerk erwies sich als Schlüssel zum Überleben, zumindest bis zu dem Zeitpunkt, als die Witwe Scarron ihre Anstellung am Hof erhielt. Buckley zeigt, wie die Erfahrung materieller Armut und drohender sozialer Marginalisierung das Verhalten ihrer Heldin prägte: Françoise d'Aubigné achtete stets auf ihren guten Ruf, ließ sich nie in Skandale verwickeln, verhielt sich im Umgang mit Höhergestellten respektvoll, zurückhaltend, entgegenkommend. Gerade dieses dezente, gefällige und bescheidene Auftreten war es, das Ludwig XIV. nach den Erfahrungen mit der anstrengenden Madame de Montespan gefiel. Der verwitwete König wollte keine neue "richtige" Ehe eingehen, aber andererseits nicht auf eine Gefährtin an seiner Seite verzichten. In der klugen und verträglichen Madame de Maintenon fand Ludwig eine Gefährtin, die seinen Bedürfnissen gerecht wurde. Auch für die Marquise war die Liaison von Vorteil: Die Verbindung mit dem König war deshalb so verlockend für Françoise, weil sie ihr die lang ersehnte finanzielle Sicherheit verschaffte.Das Bemühen um Respektabilität ist Buckley zufolge auch der Schlüssel zum Verständnis der Religiosität Madame de Maintenons. Buckley sieht in ihrer Protagonistin eine "lauwarme" Christin und Katholikin. Die Marquise sei, wie ihre erhalten gebliebenen Briefe zeigten, nie eine Frömmlerin oder Fanatikerin gewesen. Tiefe, gar inbrünstige religiöse Gefühle seien ihr zeitlebens fremd gewesen. An der antihugenottischen Politik des Königs habe sie keinen Anteil gehabt. Ihre hugenottischen Verwandten habe sie nur zur Konversion überredet, um ihnen lukrative Karrieren zu ermöglichen. Die Marquise habe erkannt, daß ab 1680 am Hofe die Frömmler an Einfluß gewannen, und sie habe sich dem Trend zu Sittenstrenge und einem gottgefälligen Lebenswandel nur angeschlossen, um sich den Respekt der Hofgesellschaft zu verschaffen und Kritik an ihrer Rolle als Gefährtin des Königs abzuwenden. Gerade mit dieser These weicht Buckley vom traditionellen Bild der Madame de Maintenon ab. Einen nennenswerten politischen Einfluß billigt Buckley ihrer Protagonistin nicht zu. Ludwig habe seine zweite Gemahlin bewußt von der Politik ferngehalten. Die Marquise habe auch gar keine politischen Ambitionen besessen und sich stattdessen auf ihr Lieblingsprojekt konzentriert, die 1686 gegründete Mädchenschule von Saint-Cyr.Buckley vertritt ihre Thesen eloquent und in enger Anlehnung an die verfügbaren Quellen. Das Buch besitzt auch einige Schwächen, die nicht verschwiegen werden sollen. In manchen Kapiteln wird das allgemeine historische Geschehen so ausführlich behandelt, daß Madame de Maintenon zeitweilig ganz aus dem Blick gerät. Die letzten drei Kapitel fallen qualitativ gegenüber den vorhergehenden Kapiteln deutlich ab. Die 25 Jahre zwischen 1690 und 1715 werden viel zu rasch abgehandelt, und man erfährt als Leser erstaunlich wenig über das Leben der Marquise in diesen zweieinhalb Jahrzehnten. Mitunter werden mehrere Jahre auf einmal übersprungen. Buckley erwähnt, daß Madame de Maintenon seit 1698 an den Sitzungen des Staatsrates teilnahm, geht aber nicht systematisch der Frage nach, wie es ab diesem Zeitpunkt um den konkreten politischen Einfluß der Marquise bestellt war. Auch ihre Rolle am Hof und innerhalb der königlichen Familie wird nicht gründlich genug untersucht. Die letzten drei Kapitel sind die unergiebigsten des ganzen Buches. Das mag dem Mangel an brauchbaren Quellen geschuldet sein. Der Briefwechsel des Königs und seiner Frau ist nicht erhalten geblieben; er wurde von den Eheleuten gemeinsam vernichtet, als der König sein Ende nahen fühlte (die Korrespondenz der Marquise mit anderen Personen ist hingegen weitgehend erhalten geblieben).Ungeachtet dieser Kritikpunkte bleibt festzuhalten, daß Veronica Buckley eine farbig und anschaulich erzählte Biographie vorgelegt hat, die das überkommene, von Klischees verzerrte Bild von Madame de Maintenon auf überzeugende Weise korrigiert. Die Marquise war wohl nicht die sinistre graue Eminenz hinter dem Thron, für die sie lange gehalten wurde, sondern "nur" die Frau an der Seite des Sonnenkönigs. Einmal mehr zeigt sich, daß angelsächsische Autorinnen und Autoren wichtige Beiträge zur Geschichte Ludwigs XIV. beisteuern, nicht zuletzt in der Gattung Biographie. Von deutschen Historikern kann man das leider nicht behaupten.

  • Lena Schüler
    2019-04-18 21:13

    Es ist schon eine bemerkenswerte Karriere auf die Francoise d'Aubigné am Ende ihres Lebens zurück blicken kann. Geboren in einem Gefängnis als Tochter eines glücklosen Abenteures scheint ihr ein trostloses, ärmliches Leben bevor zu stehen. Doch durch Glück kann sie nach einer entbehrungsreichen Jugend den Skandalautor Paul Scarron heiraten, was für beide Partner eine Zweckverbindung ist. Er bekommt eine Pflegerin und sie Zugang in die Salons und besseren Gesellschaftsschichten Paris. Dort lernt sie Athénais de Montespan kennen die Geliebte des Königs und wird nach dem Tod Scarron die Pflegemutter der unehelichen Kinder des Paares. So wurde Francoise zunächst die Vertraute, dann die Mätresse Ludwig XIV. Als die Königin unerwartet stirbt ist es Francoise mittlerweile Madame de Maintenon, die der König, bemüht um sein Seelenheil, als heimliche Ehefrau auserwählt.Veronica Buckley hat eine gut zu lesende Biographie über die geheime Frau Ludwigs XIV. geschrieben. Mit allerlei Anekdoten gesprickt, führt sie ihre Leser in die aufregende Welt am Hofe des Sonnenkönigs. Hinreichend belegt durch Briefe und Aufzeichnungen, denkt man vorallem am Anfang des Buches, wenn Francoise mit ihrer Familie in den französischen Koloniene ihr Glück sucht, eher an einen Roman, als an eine wahre Geschichte. Im Mittelteil des Buches befinden sich einge Farbbilder von Francoise und den bedeutenden Personen, die ihre Leben kreuzen. Ebenfals enthalten sind diverse Stammtafel von Francoises Familie und den Bourbonen. Eigentlich wollte ich dem Buch 4 1/2 Punkte geben, weil mich der Preis von fast 35 Euro am Anfang etwas abgeschreckt hat. Wer sich letztlich für den Kauf des Buches entscheidet, wird aber nicht enttäuscht sein.